Die Panne bei der Verleihung des Oscars für den besten Film wurde schon ausführlich in den Medien behandelt. Das Staunen war groß und schnell begann die Suche nach einem Schuldigen. Dabei illustriert das Ereignis eigentlich nur, was wir von KMB| in vielen Trainings gerade Führungskräften immer wieder nahebringen: Kommunikation kann schiefgehen und wird immer wieder schiefgehen. Und selbst Kommunikationsprofis wie Schauspieler sind davor nicht gefeit. Aber es gibt einige wichtige Techniken, um die Fehlerwahrscheinlichkeit zu reduzieren, um Kommunikation robuster zu machen. Und die lassen sich schön an der Oscar-Panne verdeutlichen.

Gestaltung:

Die eingesetzten Medien sollten so gestaltet sein, dass sie die Kommunikationsaufgabe unterstützen.

Das geht nicht immer Hand in Hand mit ästhetischen Aspekten. D.h. der fälschlich zum zweiten Mal auf die Bühne gegebene Umschlag für die beste Schauspielerin könnte sich durchaus deutlicher von dem für den besten Film unterscheiden.

Übung:

Laudatoren sollten auch wissen, wo auf dem Umschlag die Kategorie steht. Wenn ich die Zeremonie allerdings nur mit Doubles übe, steigt das Fehlerrisiko an jeder Schnittstelle – selbst bei Profis, die ihr Handwerk eigentlich verstehen.

Nachfragen:

Nochmal nachfragen gilt leider immer noch als Zeichen von Schwäche. So haben sich selbst Warren Beatty und Fay Dunaway nicht getraut, nachzufragen, warum der Name Emma Stone auf der Karte für den besten Film stand.

Kooperation:

Für erfolgreiche Unternehmungen ist kooperative Kommunikation das höchste Gut, gemeinsam wollen sie verstehen und handeln. Beatty hielt davon nicht viel, wollte lieber sein Gesicht wahren und schob Karte und Verantwortung lieber an Dunaway weiter.

Kommunikationssituation verlassen:

Die Rahmenbedingungen können sehr mächtig sein, die Bühne, die Zuschauer, die Zeitgeber. Da fällt es selbst gestandenen Profis schwer, aus dieser Situation heraus zu treten, den scheinbar unvermeidlichen Ablauf zu unterbrechen wegen des Gefühls, hier läuft was nicht richtig.

 

Die naturgegebene Fehleranfälligkeit von Kommunikation kann eher harmlose Folgen haben, wie bei den Oscars, oder dramatische wie z.B. bei Verkehrsunfällen. Ganz verhindern kann man sie nie, aber mit professioneller Unterstützung kann man sie deutlich reduzieren und selbst den Umgang mit eingetretenen Fehlern verbessern.

 

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