Mein zweiter Beitrag in der Reihe über Buzz-Wörter handelt von Interaktivität, einem weiteren wesentlichen Erfolgstreiber von Social Media.

Doch was bedeutet eigentlich Interaktivität und was sind interaktive Medien? Interaktivität heißt wörtlich, dass Handlungen zwischen Menschen entstehen. Informationen werden in wechselseitigen Beziehungen mit dem Ziel der Kommunikation und gegenseitiger Beeinflussung ausgetauscht. Vor allem orientiert man das eigene Kommunizieren und Handeln an den Aktionen des anderen. Man handelt letztendlich gemeinsam und miteinander, man interagiert.

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Jeder Anstoß kann etwas bewegen

Die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets

Anders als beim Fernsehen und Rundfunk, die nur wenige interaktive Elemente aufweisen wie z.B Anrufen, Kandidat-Werden oder Beschwerdebrief-Schreiben, bietet das Internet unglaublich viele Gelegenheiten für Nutzer interaktiv zu werden. Oft fallen daher im Zusammenhang mit Social Media die Begriffe „Mitmachweb“ und „User Generated Content“ (Inhalte, die Nutzer generiert haben). Jeder Internetnutzer hat theoretisch die Möglichkeit selber mit geringem Aufwand Texte, Bilder und anderen Inhalt zu veröffentlichen. Das bedeutet, dass jeder Endnutzer Autor oder Produzent von Inhalten im Internet sein kann und die Möglichkeit hat Einfluss auf Inhalte zu nehmen. Damit verwischen die Grenzen zwischen Rezipient und Produzent immer mehr. Kein Medium bietet so viele Chancen für Nutzer interaktiv zu werden wie das mobile Internet. Posten, Teilen, Kommentieren bilden den interaktiven Dreiklang im sozialen Netz. Jeder ist ein Sender, aber jeder ist auch Kritiker, Fan, Herausgeber, Redakteur, Zensor und Bote.

Interaktion mit Kunden wird immer wichtiger

Die Bereitschaft zur konsumentenorientierten Interaktion wächst mittlerweile auch in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen. Auch hier hat man erkannt, dass das Heil nicht darin liegt, dieselben Inhalte nur über weitere Kanäle zu verteilen. Durch TV-Spots auf YouTube und Pressemitteilungen auf Facebook ist noch nichts gewonnen. Aber immer häufiger wird auf Anfragen und Kommentare reagiert. Facebook, Twitter und Co werden dazu genutzt, um Kunden mitzunehmen und zu integrieren, Vertrauen aufzubauen und sie an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Im Idealfall wird dem Kunden tatsächlich zugehört, und ihre Meinung beeinflusst das Verhalten und die Entscheidungen von Unternehmen. Man interagiert tatsächlich mit den Kunden. Damit hat Social Media es geschafft die Rahmenbedingungen der Unternehmenskommunikation grundlegend zu verändern, die nun mit den Forderungen der neuen Plattformen umgehen muss und versuchen sollte das Potential sinnvoll zu nutzen. Denn bald werden sich die Kunden von Unternehmen abwenden, die nur so tun als ob sie ihnen zuhören. Genauso wie Sie zuhause auf der Couch auf Dauer auch keinen „Ja-Schatz“-Sager haben wollen, der dann den Müll doch nicht rausbringt.

Seien Sie gespannt auf den nächsten und damit letzten Beitrag über Buzz-Wörter zu Social Media, der sich mit dem Thema Multimedialität befasst. Natürlich freuen wir uns auch über Ihre Interaktion mit uns, Kommentare, Kritik oder einfach Likes und Teilen.

Sie haben den 1. Teil verpasst? Hier gelangen Sie zum Artikel über Viralität.

Christina Möller

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